9. März 2008

Bukchon - eine Oase der Ruhe

Nachdem es mir letzte Woche etwas viel wurde mit allem, bin ich heute einfach mal alleine losgezogen und habe mitten in Seoul eine Oase der Ruhe entdeckt. Das Stadtviertel Bukchon liegt super-zentral in der Naehe der Anguk Station und ist doch eine ganz andere Welt. Kaum verlaesst man den Grossstadtlaerm und laeuft den Huegel hinauf, findet man sich in engen Gassen zwischen traditionellen, koreanischen Haeusern (Hanok) wieder. Die verwinkelten und kunstvoll gestalteten Daecher ducken sich dicht an dicht und nur zu gerne moechte man einen Blick in einen der kleinen Innenhoefe wagen.



Am hoechsten Punkt des Huegels angekommen, geniesst man einen atemberaubenden Blick auf die Hanok-Daecher, die den Huegel wie ein Schildkroetenpanzer bedecken und in der Ferne heben sich der Millenium Tower und Namsan Tower blau aus dem Dunst ab.



In einer der Gasssen entdecke ich ein kleines Museum fuer folkloristische Kunst. Leider finde ich keine Informationen auf Eglisch, aber ich geniesse einen gruenen Tee im Innenhof. Mit Hilfe einer jungen Kunststudentin drucke ich ein altes Tigermotiv auf handgeschoepftes Papier. Ein alter Mann erklaert mir, dass es sich bei der laechelnden Schmusekatze um den friedlichen und scheuen koreanischen Tiger handelt, während der agressive Tiger aus dem Korea University Logo der japanische ist. Ein interessantes Bild fuer das historische Selbstverstaendnis der Koreaner und nicht das erste mal, dass ich damit konfrontiert werde.

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