Die Midterm Exams sind endlich vorbei und ich sehe wieder Tageslicht. Natuerlich schien vorige Woche die Sonne mit sommerlichen 25 Grad, waehrend es jetzt schon seit Tagen regnet. Kein Grund das Erreichen des ersten Etappenziels nicht ordentlich zu feiern. Donnerstagabend war ich auf einer grossartigen, ungeplanten TGIO-Party auf der sogenannten "Well-Being Street"; einer Strasse direkt neben dem Campus auf der sich Kneipen, Restaurants und Billardbars aneinander reihen. Spontan trafen sich viele Austauschstudenten und Koreaner in der Bar Fiesta, einem dunklen Kellerschuppen, der besonders fuer seine guenstigen Preise bekannt ist. Das Bier wurde in grossen Pitchern bestellt und der Soju floss ebenfalls literweise....der Rest ist dann wohl Geschichte! ^^ Man beachte besonders unsere "Gute-Laune-Brille"!
Freitagabend kamen Georg und ich dann dank unseres Freundes Christopher in den Genuss von erstklassigem Fusion Food. Ueber seine Freundin hatte er einen Restaurantmanager aus dem Seoul Finanzdistrikt kennengelernt, der uns in einem seiner Toprestaurants zum Freundschaftspreis verwoehnt hat. Es gab hausgemachte Fruehlingsrollen, Shrimp im Reisteigmantel, Salat mit hauchduennem, gegrilltem Rinderfilet und suesser Chilisosse, Pizza mit viel Kaese (etwas Besonderes in Korea), Fisch in Honigmarinade, Kalbsgulasch mit Reis, japanische Nudeln mit Meeresfruechten und ein kleines Cremedessert. Dazu haben wir sehr gute Rotweine getrunken; mein Favorit: 2005er Cabernet Sauvignon, Torres. Nach diesem vorzueglichen Abendessen wurden wir dann auch noch zu unseren neuen Bekannten nach Hause eingeladen und dort mit Whiskey und frischem Obst verwoehnt. Besonders interessant fand ich unser Gespraech ueber den Import von auslaendischen Waren nach Korea. Viele kleine Unternehmer und auch grosse Firmen haben sich hieran wohl schon die Finger verbrannt. Der koreanische Konsument ist unheimlich schwer zu kategorisieren, der diversifizierte und hart umkaempfte Markt sehr schwer fuer sich zu gewinnen. Jedes Jahr entwickeln sich hunderte neuer Trends und was heute noch "in" war, kann morgen schon nicht mehr von Interesse sein.
26. April 2008
7. April 2008
Cherry Blossom
Vergangenes Wochenende bin ich mit Hong-Geun (Korea), Guni (Korea, mein Buddy), Linds (USA), Sebastian (Australien), Nozomi (Japan) und Georg in den Sueden Koreas gereist. Hong-Geuns Vater arbeitet die Woche ueber in Busan und so konnten wir am Wochenende in seinem leerstehenden Apartement schlafen. Freitag nachmittag nahmen wir den KTX (koreanischer ICE) und kamen am fruehen Abend in Busan an. Nachdem wir unsere Sachen abgeladen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Hafen um die lokale Spezialitaet zu probieren - rohen Fisch. Und ich meine nicht so ein bisschen rohen Fisch wie bei Sushi sondern grosse Platten rohen Fisches, seltsames Seegemuese und frisch gehackter Tintenfisch. Letzterer gilt als besondere Delikatesse, kostet aber einige Ueberwindung, da er nach dem Zerhacken aufgrund von Muskelreflexen noch munter auf dem Teller herumkriecht. Ich hab mich erst schrecklich geekelt, aber dann war ich doch zu neugierig, habe ein kleines Tentakelchen probiert und es war sogar sehr lecker!
Damit der Fisch besser schwimmt, spuelten wir mit ordentlich Soju nach und als wir das Restaurant verliessen, waren alle in Laune fuer Norae Bang. Ich hatte noch nie soviel Spass dabei, mir kollektiv die Seele aus dem Leib zu groehlen ^^
Am naechsten Morgen quaelten wir uns frueh aus den Laken um uns die wunderschoene Kirschbluete in Jinhae anzuschauen. 22.000 Kirschbaeume kleiden die gesamte Stadt in ein festliches Weiss und die gefallenen Blueten schimmern in der Fruehlingssonne. Staunend spazierten wir durch die Stadt und entlang des Kanals. Auf dem Festival gab es viele kleine Staende mit seltsamen Spezialitaten, wie frittierte Seidenlarven, frischer Hai und ganze gebratene Wachtelkueken. Die Matrosen der lokalen Marineakadmie hatten fuer das Festival freibekommen und einer war mutig genug mich nach einem Foto mit ihm zu fragen. Die anderen haben nur nach der einzigen blonden Frau in der Stadt geguckt und wie die Schulmaedchen gekichert, mit denen sich Georg fotografieren liess. Wir machten viele Bilder, schlenderten um den See und machten uns dann auf den Rueckweg. Zurueck in Busan genossen wir ein besonders duenn geschnittenes Samgyopsal und vielen dann todmuede in unsere Betten.
Am Sonntag ging es wieder frueh raus und nachdem wir uns mit ein paar pappigen Teilchen und zu suessem Kaffee ausgestatten hatten, nahmen wir einen Expressbus nach Kyongju. Kyongju war 900 Jahre lang die Hauptstadt des Shilla-Reiches und ist eines der lohnenswertesten Ausflugsziele in Korea. An dem einen Tag konnten wir uns nur eine sehr kleine Auswahl der Palaeste, Tempel und Artefakte anschauen, aber ich werde auf jeden Fall nochmal hinfahren. Zuerst besuchten wir eine riesige Tempelanlage und genossen dabei besonders das fruehsommerliche Wetter. Dann besuchten wir die Huegelgraeber, die juengeren, koreanischen Brueder der aegyptischen Pyramiden.Damit der Fisch besser schwimmt, spuelten wir mit ordentlich Soju nach und als wir das Restaurant verliessen, waren alle in Laune fuer Norae Bang. Ich hatte noch nie soviel Spass dabei, mir kollektiv die Seele aus dem Leib zu groehlen ^^
Am naechsten Morgen quaelten wir uns frueh aus den Laken um uns die wunderschoene Kirschbluete in Jinhae anzuschauen. 22.000 Kirschbaeume kleiden die gesamte Stadt in ein festliches Weiss und die gefallenen Blueten schimmern in der Fruehlingssonne. Staunend spazierten wir durch die Stadt und entlang des Kanals. Auf dem Festival gab es viele kleine Staende mit seltsamen Spezialitaten, wie frittierte Seidenlarven, frischer Hai und ganze gebratene Wachtelkueken. Die Matrosen der lokalen Marineakadmie hatten fuer das Festival freibekommen und einer war mutig genug mich nach einem Foto mit ihm zu fragen. Die anderen haben nur nach der einzigen blonden Frau in der Stadt geguckt und wie die Schulmaedchen gekichert, mit denen sich Georg fotografieren liess. Wir machten viele Bilder, schlenderten um den See und machten uns dann auf den Rueckweg. Zurueck in Busan genossen wir ein besonders duenn geschnittenes Samgyopsal und vielen dann todmuede in unsere Betten.
Es hat mir super viel Spass gemacht mit Menschen aus so unterschiedlichen Laendern unterwegs zu sein. Wir haben viel uebereinander gelernt und gemeinsam etwas ueber Korea gelernt und hatten dabei jede Menge Spass!
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