7. April 2008

Cherry Blossom

Vergangenes Wochenende bin ich mit Hong-Geun (Korea), Guni (Korea, mein Buddy), Linds (USA), Sebastian (Australien), Nozomi (Japan) und Georg in den Sueden Koreas gereist. Hong-Geuns Vater arbeitet die Woche ueber in Busan und so konnten wir am Wochenende in seinem leerstehenden Apartement schlafen. Freitag nachmittag nahmen wir den KTX (koreanischer ICE) und kamen am fruehen Abend in Busan an. Nachdem wir unsere Sachen abgeladen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Hafen um die lokale Spezialitaet zu probieren - rohen Fisch. Und ich meine nicht so ein bisschen rohen Fisch wie bei Sushi sondern grosse Platten rohen Fisches, seltsames Seegemuese und frisch gehackter Tintenfisch. Letzterer gilt als besondere Delikatesse, kostet aber einige Ueberwindung, da er nach dem Zerhacken aufgrund von Muskelreflexen noch munter auf dem Teller herumkriecht. Ich hab mich erst schrecklich geekelt, aber dann war ich doch zu neugierig, habe ein kleines Tentakelchen probiert und es war sogar sehr lecker!



Damit der Fisch besser schwimmt, spuelten wir mit ordentlich Soju nach und als wir das Restaurant verliessen, waren alle in Laune fuer Norae Bang. Ich hatte noch nie soviel Spass dabei, mir kollektiv die Seele aus dem Leib zu groehlen ^^
Am naechsten Morgen quaelten wir uns frueh aus den Laken um uns die wunderschoene Kirschbluete in Jinhae anzuschauen. 22.000 Kirschbaeume kleiden die gesamte Stadt in ein festliches Weiss und die gefallenen Blueten schimmern in der Fruehlingssonne. Staunend spazierten wir durch die Stadt und entlang des Kanals. Auf dem Festival gab es viele kleine Staende mit seltsamen Spezialitaten, wie frittierte Seidenlarven, frischer Hai und ganze gebratene Wachtelkueken. Die Matrosen der lokalen Marineakadmie hatten fuer das Festival freibekommen und einer war mutig genug mich nach einem Foto mit ihm zu fragen. Die anderen haben nur nach der einzigen blonden Frau in der Stadt geguckt und wie die Schulmaedchen gekichert, mit denen sich Georg fotografieren liess. Wir machten viele Bilder, schlenderten um den See und machten uns dann auf den Rueckweg. Zurueck in Busan genossen wir ein besonders duenn geschnittenes Samgyopsal und vielen dann todmuede in unsere Betten.
Am Sonntag ging es wieder frueh raus und nachdem wir uns mit ein paar pappigen Teilchen und zu suessem Kaffee ausgestatten hatten, nahmen wir einen Expressbus nach Kyongju. Kyongju war 900 Jahre lang die Hauptstadt des Shilla-Reiches und ist eines der lohnenswertesten Ausflugsziele in Korea. An dem einen Tag konnten wir uns nur eine sehr kleine Auswahl der Palaeste, Tempel und Artefakte anschauen, aber ich werde auf jeden Fall nochmal hinfahren. Zuerst besuchten wir eine riesige Tempelanlage und genossen dabei besonders das fruehsommerliche Wetter. Dann besuchten wir die Huegelgraeber, die juengeren, koreanischen Brueder der aegyptischen Pyramiden.



Es hat mir super viel Spass gemacht mit Menschen aus so unterschiedlichen Laendern unterwegs zu sein. Wir haben viel uebereinander gelernt und gemeinsam etwas ueber Korea gelernt und hatten dabei jede Menge Spass!

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo liebste Lisa,

Wahnsinns Blog!!! Bin begeistert. So konnte ich in den letzten 30 MInuten etwas mit euch mit"urlauben" bevor es mich zwangsläufig wieder an meinen Schreibtisch verschlägt.
Die Tintenfischtentakel sind absolut widerlich (mal kulturell inkorrekt ausgedrückt) und mir ist ernsthaft schlecht geworden Georg nur dabei zuzusehen.
Ich freue mich sehr, dass dein Plan Korea authentisch zu erleben gut zu funktionieren scheint. Denke ehrlich oft an dich, und was du grade wohl wieder entdecken magst und beneide dich um jede ERfahrung.
Fühl dich gedrückt,
deine Sarah

Wachs Birgit hat gesagt…

Hallo Lisa,

tolle Sache,Dein Blog. So kann ich zeitnah an Deinen tollen Erlebnissen und Eindrücken teilhaben. Frisch gehackter Tintenfisch, der vom Teller wegzulaufen droht, wär`s dann aber so garnicht. Wird nur noch getoppt von 3 Monate in die Erde eingebuddeltem, gewürfeltem und ungewürztem Wal auf Island. Dort eine Spezialität Tradition. Stinkt und schmeckt ganz faul. Wird zeitgleich ohne Kauen mit Schnaps geschluckt. Ging aber garnicht. Die Kollegen, welche sich trauten, rochen tagelang aus dem Hals. Igitt.
Passt gut auf Euch auf.
Liebe Grüsse auch an Georg.
Godi

Anonym hat gesagt…

ganz ehrlich; ich bin froh dass ich schon gefruehstueckt habe...;-)

lieben gruß!