
Die Zeit hat den Warp Speed eingeschaltet und schon bin ich am Ende meines Auslandssemesters angelangt. Noch ein paar Klausuren, noch ein bisschen EM gucken und dann geht es schon nach Hainan: zwei Wochen Urlaub, zwei Wochen Volunteer Workcamp. Erst wollte ich aus persoenlichen und ethischen Gruenden nicht nach China, aber letztenendes war das Workcamp auf Hainan sowohl von der Arbeit also auch von der Umgebung und der Zeit das einzige passende Angebot. Manchmal oeffnet sich eine Tuer eben ganz weit und dann muss man einfach hindurchgehen. Hainan ist eine grosse Insel ganz im Sueden Chinas (Suedostasien) und hat einen aehnlich unabhaengigen Status wie Hongkong. Sowohl innenpolitisch als auch gesundheitlich ist es dort deutlich sicherer als in vielen anderen Teilen Suedostasien, wie zum Beispiel den Philippinen, die ich zuerst in Betracht gezogen hatte. Die Insel lockt mit kilometerlangen, weissen Sandstraenden, Kokospalmen, gegrillten Gambas zu Schaeppchenpresien, einer multiethnischen Bevoelkerung und subtropischem Regenwald im Inland. Das Workcamp liegt in einem kleinen Kokosbauerndorf und meine Aufgabe wird es vor allem sein die lokalen Englischlehrer zu unterstuetzen und in einer Gegen ohne Internet soetwas wie Horozonterweiterung zu bieten. Das funktioniert natuerlich in beide Richtungen und ich sehe fuer mich keinesfalls einen "aufklaererischen Auftrag. Aber keine Begegnung bleibt ohne Wirkung und wenn man sich gegenseitig Anstoss zur Wertereflektion gibt, ist schon alles gewonnen.