
Wie Ihr ja alle wisst, bin ich gerade erst zwanzig geworden ^^ und durfte deshalb ehrenhalber an der "Coming of Age Ceremony" vor der Seouler Stadtverwaltung teilnehmen. Diese wird jedes Jahr von der Stadt Seoul ausgerichtet um den alten konfuzianistischen Brauch der Aufnahme von jungen Menschen in die Gemeinschaft der Erwachsenen aufrecht zu erhalten. Ein paar Internationals und ich wurden zusammen mit ca. 200 Koreaner/innen in ein traditionellles Hanbok gekleidet und festlich hergerichtet. Wie man auf den Fotos sehen kann, wurden meine Haare in eine recht gewoehnungsbeduerftige, koreanische Scheitelfrisur gekaemmt und mit einem roten Band geschmueckt. Wahrend der Zeremonie sassen wir man im Schneidersitz vor kleinen Tischen mit Tee und Reiskuchen. Es wurden verschiedene Verbeugungen und Kniefaelle durchgefuehrt und der Hoehepunkt der Zeremonie bestand darin, dass den Frauen die Haare hochgesteckt werden; ein Zeichen von Reife. Mir wurde die grosse Ehre zu Teil, dass der Buergermeister von Seoul meine Haare hochsteckte. Die Presse war absolut verrueckt und hat sich um die besten Bilder
von den Langnasen gerissen. Dabei wurde durchaus gerempelt und geschimpft und ich war so aufgeregt, dass ich nicht wusste ob ich laut lachen oder mich unter dem kleinen Tischchen verstecken soll. Es ist sehr seltsam wie ein Celebrity behandelt zu werden, nur weil man gross, blond und langnasig ist. Ich habe mein Bestes gegeben zwie Stunden lang dekorativ auszusehen und so waren am naechsten Tag auch jede Menge Bilder von mir in den Zeitungen. Es war in jedem Fall eine einmalige Erfahrung und es hat mir sehr viel Spass gemacht mal so ein festliches Hanbok zu tragen.
von den Langnasen gerissen. Dabei wurde durchaus gerempelt und geschimpft und ich war so aufgeregt, dass ich nicht wusste ob ich laut lachen oder mich unter dem kleinen Tischchen verstecken soll. Es ist sehr seltsam wie ein Celebrity behandelt zu werden, nur weil man gross, blond und langnasig ist. Ich habe mein Bestes gegeben zwie Stunden lang dekorativ auszusehen und so waren am naechsten Tag auch jede Menge Bilder von mir in den Zeitungen. Es war in jedem Fall eine einmalige Erfahrung und es hat mir sehr viel Spass gemacht mal so ein festliches Hanbok zu tragen.